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Lars
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Externe Evaluation
Im Juli und Oktober 2007 fand an unserer Schule eine externe Evaluation im Auftrag des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung/ München statt. Eine externe Evaluation wird an allen bayerischen Schulen durchgeführt. Gegenstand der Evaluation ist die Schule als Ganzes. Es wird überprüft, ob und in welcher Ausprägung die Arbeit einer Schule grundlegende Qualitätsbereiche abdeckt (Kriterienorientierung). Bei der wiederholten Evaluation wird auf die vorherige Evaluation Bezug genommen und die Weiterentwicklung überprüft.
"Nur eine lernende Schule, eine Schule, die die Qualität ihrer Arbeit regelmäßig überprüft, die ihre Stärken und Schwächen kennt und sich zum Wohle der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler ständig weiterentwickelt, kann heutigen gesellschaftlichen Ansprüchen an eine gute Bildungseinrichtung gerecht werden. Evaluation ist daher für eine zeitgemäße Schule eine Notwendigkeit.
Für die einzelne Lehrkraft und die Schule als Ganzes ist es von Vorteil, wenn die eigene Arbeit nach sachlich gesicherten Kriterien und unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen analysiert wird. Dies gibt Handlungssicherheit und hilft Schwerpunkte in der Arbeit setzen." Ehemaliger Kultusminister Siegfried Schneider
Bei der externen Evaluation, wie sie für die bayerischen Schulen 2004 eingeführt worden ist, werden Maßstäbe (nach dem Kenntnisstand der einschlägigen wissenschaftlichen Forschung zur Qualität von Schule und Unterricht) von außen vorgegeben, und die Evaluation wird von externen Evaluatoren durchgeführt.
Das Evaluationsteam, das die Grundschule Winzenhohl besuchte, bestand aus:
Frau Bötsch, Buchhändlerin und Mitarbeiterin bei Stiftung Lesen
Frau Tell, Stellvertretende Schulleiterin der VS Reichenberg
Herrn Brummer; Unterrichtsentwickler der VS Bürgstadt
Herrn Hanna, Rektor der VS Thulbatal
Im Sommer wurden zunächst alle Schüler/innen, Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte mittels Fragebogen zu Unterricht, Zusammenarbeit, Schulklima und Schulleben befragt.
Ergebnisse der Fragebögen (als PDF)
Was wurde evaluiert?
Aufgabe des Evaluationsteams war es, sich durch die Auswertung der Befragung, die Analyse vorab von der Schule gelieferter Daten und Informationen und durch einen mehrtägigen Besuch an der Schule mit Unterrichtsbeobachtungen und Gesprächen mit allen am Schulleben Beteiligten (Schulleitung, Lehrkäfte, Schüler/innen, Eltern, Mitarbeiter, Förderverein, Sachaufwandsträger) ein möglichst umfassendes Bild von der Qualität der schulischen Arbeit zu machen. Darüber wurde ein Bericht erstellt, der Bewertungen der beobachteten Bereiche von Schulqualität ebenso enthält wie Empfehlungen für deren Verbesserung.
Abschlussbericht
Am 18. Oktober 2007 wurde der Abschlussbericht vom Evaluationsteam der Schulfamilie eröffnet. Alle Ergebnisse wurden durch Befragungsresultate, Interviewaussagen und Beobachtungen an der Schule belegt. (Die Ergebnisse werden hier aus Platzgründen zusammengefasst.)
Folgende Bewertungen wurden abgegeben:
(1= große Schwäche, 2= Schwäche, 3= Stärke, 4= große Stärke, o.B.= ohne Bewertung)
Die Zusammenarbeit im Kollegium wird getragen von Teamgeist, Unterstützung und Verantwortung. (4)
Die berufliche Weiterentwicklung des Lehrkörpers ist durch die Jahrgangsmischung, modularisierten Unterricht, SINUS-Projekt und die Kooperation mit der Außenklasse besonders gewährleistet. (4)
Fortbildungen werden von den Lehrkräften eigenverantwortlich ausgewählt und an der Schule durch Aufgabenverteilung gesteuert. (3)
Die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten wird durch regelmäßige Informationen, stetige Erreichbarkeit, Lerngespräche und Hospitationsmöglichkeiten auf hohem Grad erreicht. (4)
Das Schulklima ist geprägt von Respekt, Rücksichtnahme, Offenheit, Höflichkeit, Wertschätzung, Anleitung zur Selbständigkeit und Integration. (4)
Der Entwicklung sozialer Kompetenzen der Schüler/innen werden gezielte Entfaltungsmöglichkeiten eingeräumt. ( Monatsfeiern, Streitschlichter, Kinderrat u.a.) (4)
Die Mitwirkung der Eltern ist erwünscht. Eine Einflussnahme bei Schulentwicklungsentscheidungen besteht nicht. Die Mittagsbetreuung wird über den Förderverein sichergestellt. (3)
Die Schule öffnet sich nach außen durch: Fortbildungsangebote, Hospitationsmöglichkeiten, Homepage, Elternbriefe, Kooperation mit Vereinen und anderen Schulen (4)
Außerunterrichtliche Kontakte: Kindergarten "Villa Kunterbunt", Bücherei, Schulsportwettbewerbe, Nazareno-Projekt (o.B.)
Der Schulentwicklungsprozess hat 2005 durch die Jahrgangsmischung konkrete Form angenommen und wird kontinuierlich und kollegial weiterentwickelt. (4)
Die erfolgreiche Klassenführung basiert auf einem klaren Regelsystem, Unterrichtsritualen und flexibel auf Schüler und Situationen reagierenden Lehrkräften. (4)
Das Unterrichtsklima ist geprägt von angstfreien Lehrer-Schüler-Beziehungen, einem höflichen Umgangston und schüleraktivierenden Methoden. (4)
Die Motivierung der Schüler/innen erfolgt sinnvoll durch Auswahl von Unterrichtsinhalten, Methoden und Material. (4)
Unterricht ist sinnvoll strukturiert, folgt häufig nicht den Schemata im herkömmlichen Sinn. (o.B.)
Die Bedeutung der Unterrichtsinhalte werden den Schüler/innen wenig bewusst gemacht. (o.B.)
Individuelle Hilfe wird den Schüler/innen permanent gewährt. Das vielfältige Materialangebot lässt nicht immer eine qualitative Differenzierung zu. (o.B.)
Schüler/innen haben durchgängig die Möglichkeit, selbständig fachliche, methodische und soziale Kompetenzen zu erwerben. (o.B.)
Variabilität der Unterrichtsformen: Es sind vielfältige Unterrichtsformen zur Förderung von Selbständigkeit/ Selbstverantwortung und Phasen kooperativen Lernens, die mit den Schüler/innen inhaltlich und prozessorientiert besprochen diskutiert werden, vorhanden. (o.B.)
Es erfolgt eine intensive Lernerfolgssicherung. (4)
Es werden unterschiedliche Formen der Leistungserhebung praktiziert. (4)
Leistungsergebnisse werden besprochen. Das Baustein-System gewährleistet besonders die individuelle Förderung. (3)
Die unterrichtsbezogene Zusammenarbeit im Kollegium ist eng. ( Unterrichtsinhalte, Konzepte, Leistungserhebung) (4)
Initiativen auf Schulebene: Jahrgangsmischung mit pädagogischem Konzept, Unterrichtsentwicklung, Außenklasse (4)
Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte bestätigen insgesamt eine hohe Zufriedenheit. (4)
Folgende Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung wurden ausgesprochen:
Wünschenswert wäre ein gezieltere und sich übers Schuljahr entwickelnde Klassenraumgestaltung.
Die Schule sollte Eltern noch stärker in Entscheidungen des Schulentwicklungsprozesses einbinden.
Der hohe Standard der Internetpräsenz sollte gehalten werden.
In Bezug auf Unterrichtsqualität und Lernergebnisse wird eine Begleitung (z.B. Unterrichtsentwickler) empfohlen.
Bei Probearbeiten wird empfohlen, Aufgaben zum Transfer und problemlösenden Denken auszuweiten.
Allen Lehrkräften und Mitarbeiter/innen wird empfohlen, mit den eigenen Kräften zu haushalten, um das Niveau auch weiterhin halten zu können.
Hinweisschilder sollten im Ort angebracht werden, um die Schule leichter zu finden.
Es sollten mehr Parkplatzmöglichkeiten angeboten werden.
Eine regelmäßige Sicherheitsüberprüfung der Turnhalle muss gewährleistet sein.
Eine Verbesserung der Sportausstattung wird angeraten: Mehr Kleingeräte; Außenanlage: mobile Sporttore, zweiter Basketballkorb
Umgestaltung der Aula zu einem Veranstaltungsraum mit mehr Helligkeit.
Ein Windfang sollte angebaut werden.
Die Flure sollten mit geeignetem Mobiliar als Lernorte nutzbar gemacht werden.
Eine Vernetzung der PC in den Klassenräumen und ein Internetzugang für jeden Klassenraum werden empfohlen. |